Für lange Belichtungen bei Tageslicht – damit Wasser, Wolken oder Verkehr zu weichen Schlieren statt scharfen Momenten werden.
Neue Verschlusszeit
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ND steht für Neutraldichte. Der Filter reduziert die einfallende Lichtmenge gleichmäßig über alle Farben, ohne die Farbwiedergabe zu verändern. So kannst du auch bei hellem Licht mit langen Verschlusszeiten fotografieren – etwa für weich wirkendes Wasser oder ziehende Wolken.
Jede Blendenstufe halbiert die Lichtmenge. Ein ND64-Filter lässt nur noch 1/64 des Lichts durch, das entspricht 6 Blendenstufen – deine Verschlusszeit muss also 64-mal länger sein, um gleich belichtet zu sein.
Nutze ein Stativ und schalte den Bildstabilisator aus. Bei manchen Kameras lohnt es sich, den Sucher abzudecken, damit kein Streulicht die Belichtung verfälscht.
| Filter | Blenden | Faktor | Aus 1/125 s wird |
|---|---|---|---|
| ND8 | 3 | 8 | 1/15 s |
| ND16 | 4 | 16 | 1/8 s |
| ND32 | 5 | 32 | 1/4 s |
| ND64 | 6 | 64 | ca. 0,5 s |
| ND400 | 8,5 | 400 | ca. 3 s |
| ND1000 | 10 | 1000 | ca. 8 s |
Für fließendes Wasser wirken Belichtungszeiten ab etwa einer halben Sekunde schon deutlich weich, ab ein paar Sekunden seidig. Bei Tageslicht und Blende f/11 landest du mit einem ND64 oft bei rund 0,5 s, mit einem ND1000 bei rund 8 s. Probiere mit zwei Filterstärken, dann bist du flexibel.
Keiner. Hersteller geben dieselbe Abdunklung unterschiedlich an: als Faktor (ND1000), als optische Dichte (3.0) oder in Blendenstufen (10 Stops). Die Tabelle oben zeigt, wie sich die Angaben entsprechen.
Die meisten Kameras bieten im Zeitprogramm maximal 30 Sekunden. Für längere Zeiten schaltest du auf Bulb und nutzt einen Fernauslöser oder Intervalltimer. Bei Tageslicht kommst du damit selbst mit starken Filtern selten in diesen Bereich.
Alle Angaben ohne Gewähr – für die Richtigkeit der berechneten Werte und Angaben wird keine Haftung übernommen.